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Internet - und Computerabhängigkeit:

Von Internet- oder Computerabhängigkeit wird nach einer Studie der Humboldt Universität in Berlin gesprochen, wenn folgende fünf charakteristische Symptome vorliegen:

Einengung des Verhaltensraums:
Über längere Zeitspannen wird der größte Teil des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung eingesetzt.

Kontrollverlust:
Längere Nutzung des Internets als beabsichtigt, möglicherweise verbunden mit Schuldgefühlen

Toleranzentwicklung:
Im Verlauf wird zunehmend mehr Zeit für internetbezogene Aktivitäten und Spiele verausgabt, d.h. die „Zeitdosis“ wird gesteigert.

Entzugserscheinungen:
Wenn Betroffene das Internet nicht nutzten kann, werden sie nervös, reizbar  oder depressiv.

Beeinträchtigung des Alltagslebens:
wegen der Internetaktivitäten stellen sich insbesondere in den Bereichen soziale Beziehungen z.B. Ärger mit Freunden, sowie im Arbeitsleben negative Konsequenzen  ein.

Langes Sitzen vor dem Computer kann auch körperliche Schäden nach sich ziehen:

Durch falsche Sitzhaltung können
Muskelverspannungen bis hin zu Wirbelsäulen- und Genickschäden auftreten.

Das lange, ununterbrochene Starren auf den Bildschirm kann auf Dauer  den Sehapparat schädigen. Langes Surfen kann Stress verursachen, der sich in Form von  Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis hin zu Nervenschädigungen auswirken kann.

Je nach individuellen Risikofaktoren können Kreislauf-und Gewichtsprobleme auftreten.

Für Internet- und Computerabhängigkeit kann es viele Ursachen geben, dazu gehören unter anderem die Attraktivität des Internets durch damit verbundene neue Handlungsmöglichkeiten wie die Realitätsflucht und das Experimentieren mit der eigenen Identität.

Das Fliehen vor der Realität kann Flucht vor persönlichen Problemen bedeuten; vor Problemen mit sich selbst (wie Minderwertigkeitskomplexe) oder mit seinem sozialen Umfeld (Integrationsschwierigkeiten, Probleme der Kontaktaufnahme, Einsamkeit). Internetsüchtige glauben ihre Wünsche und Bedürfnisse in der Realität nicht erfüllen zu können, sodass das sie stattdessen stellvertretend das Internet mit seinen geschützten, anonymen Räumen aufsuchen, um Depressionen, Angstzustände oder einfache Alltagsverstimmungen zu bekämpfen.

Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen für Suchtkranke e. V. Region Heilbronn - Franken